{"id":590,"date":"2023-11-12T19:47:23","date_gmt":"2023-11-12T19:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/tomhoepfner.net\/?page_id=590"},"modified":"2024-01-24T17:18:19","modified_gmt":"2024-01-24T17:18:19","slug":"stories","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tomhoepfner.net\/index.php\/funny-things\/stories\/","title":{"rendered":"wise stories"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">short true funny and sad stories &#8211; with wisdom<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"520\" height=\"379\" src=\"https:\/\/tomhoepfner.net\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fabel-3128440_520.jpg\" alt=\"Fabeln\" class=\"wp-image-1230\" srcset=\"https:\/\/tomhoepfner.net\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fabel-3128440_520.jpg 520w, https:\/\/tomhoepfner.net\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fabel-3128440_520-300x219.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Kurzgeschichten<\/h1>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Aesop &#8211; Fabeln<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der L\u00f6we, der B\u00e4r und der Fuchs.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Fuchs war einmal auf Jagd gegangen, einen guten Bissen zu erbeuten. Er war noch nicht lange unterwegs, als er ein lautes Streiten vernahm. Ein B\u00e4r schlug mit seinen Tatzen nach einem L\u00f6wen und fauchte ihn w\u00fctend an: \u00bbIch war der erste beim Hirschkalb. Die Beute geh\u00f6rt mir, ich habe sie gefangen.\u00ab \u00bbNein!\u00ab br\u00fcllte der L\u00f6we zornig zur\u00fcck. \u00bbDu l\u00fcgst! Ich war als erster hier, und darum geh\u00f6rt die Beute mir.\u00ab Er wehrte sich kr\u00e4ftig und schnappte mit seinen scharfen Z\u00e4hnen nach dem Fell des B\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der L\u00f6we und der B\u00e4r k\u00e4mpften verbissen miteinander. Dem Fuchs erschien der Kampf endlos, denn nicht weit von ihm entfernt lag die Streitbeute, und er mu\u00dfte sich zusammenrei\u00dfen, da\u00df er sich nicht gleich auf das Hirschkalb st\u00fcrzte. Aber er war klug und sagte sich: \u00bbSind die Streitenden erst ersch\u00f6pft, so k\u00f6nnen sie mir nichts mehr anhaben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der B\u00e4r und der L\u00f6we nach unerbittlichem Kampf endlich kraftlos zusammenbrachen, waren sie tats\u00e4chlich nicht mehr f\u00e4hig, sich zu r\u00fchren. Der Fuchs schritt an ihnen vorbei und holte sich die Beute. Er verneigte sich h\u00f6flich und sagte: \u00bbDanke, meine Herren, sehr freundlich, wirklich sehr freundlich!\u00ab Lachend zog er mit dem Hirschkalb ab.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Schlange und der Landmann.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Schlange, welche ihr Versteck im Vorhofe eines Landmannes hatte, t\u00f6tete dessen kleines Kind, wor\u00fcber der Vater in tiefe Trauer gerieten. In seiner Betr\u00fcbnis ergriff der Vater ein Beil und wollte die Schlange, sobald sie hervork\u00e4me, totschlagen. Wie sie nun den Kopf ein wenig herausstreckte, wollte er schnell auf sie loshauen, allein er verfehlte sie und traf nur die \u00d6ffnung ihres Schlupfwinkels. Nachdem sich die Schlange wieder in ihr Loch zur\u00fcckgezogen hatte, glaubte der Landmann, sie denke nicht mehr an die Beleidigung, nahm Brot und Salz und setzte es vor die H\u00f6hle. Die Schlange aber zischte ganz fein und sprach. \u00bbNun und nimmer kann Zutrauen und Freundschaft zwischen uns bestehen, solange ich den Stein sehe und du das Grab deines Kindes.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der L\u00f6we und das M\u00e4uschen.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein M\u00e4uschen lief \u00fcber einen schlafenden L\u00f6wen. Der L\u00f6we erwachte und ergriff es mit seinen gewaltigen Tatzen<br>\u00bbVerzeihe mir\u00ab, flehte das M\u00e4uschen, \u00bbmeine Unvorsichtigkeit, und schenke mir mein Leben, ich will dir ewig daf\u00fcr dankbar sein. Ich habe dich nicht st\u00f6ren wollen.\u00ab<br>Gro\u00dfm\u00fctig schenkte er ihr die Freiheit und sagte l\u00e4chelnd zu sich, wie will wohl ein M\u00e4uschen einem L\u00f6wen dankbar sein. Kurze Zeit darauf h\u00f6rte das M\u00e4uschen in seinem Loche das f\u00fcrchterliche Gebr\u00fcll eines L\u00f6wen, lief neugierig dahin, von wo der Schall kam, und fand ihren Wohlt\u00e4ter in einem Netze gefangen. Sogleich eilte sie herzu und zernagte einige Knoten des Netzes, so da\u00df der L\u00f6we mit seinen Tatzen das \u00fcbrige zerrei\u00dfen konnte. So vergalt das M\u00e4uschen die ihm erwiesene Gro\u00dfmut.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der L\u00f6we, der Wolf, die Eule und die Schlange.<\/strong> by TH<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein L\u00f6we musste mit seiner Frau, seine Heimat verlassen, da die Zeiten schlecht und die Bedingungen immer schwieriger wurden. Sie liefen Tage und Wochen und&nbsp; fanden schlie\u00dflich einen neuen geeigneten Platz zum Leben. Das Leben wurde wieder besser und die Frau gebar dem L\u00f6wen zwei Kinder. Aber die Mutter wurde schwach und krank und konnte sich nicht mehr allein um die Kleinen k\u00fcmmern. Der L\u00f6we war stark und tat alles um die Kleinen aufzuziehen. Sie entwickelten sich auch pr\u00e4chtig und waren fr\u00f6hlich und guter Dinge. Die Mutter aber jammerte und klagte und sagte: der L\u00f6we solle sich mehr anstrengen, damit es noch besser ginge. Der L\u00f6we sagte: aber schau doch, uns geht es doch gut, wir haben alles was wir brauchen und die Kinder sind gl\u00fccklich. Aber die Frau wurde kr\u00e4nker und schw\u00e4cher. Und der L\u00f6we suchte wiedermals nach neuem, besseren Land hinter den Bergen. Den Kindern gefiel es dort auch viel besser und sie freuten sich schon sehr darauf. Der L\u00f6we sagte eines Tages, wir werden hinter die Berge ziehen, da wir hier keine Hoffnung mehr haben, liebe Frau. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die Frau wollte nicht h\u00f6ren, und sprang wie verr\u00fcckt im Haus herum. Sie lief aus dem Haus und klagte und schrie. Als ein Wolf des Weges kam, auch eine Schlange und eine Eule h\u00f6rten ebenfalls das Gezeter. Was schreist du so herum, du armes Gesch\u00f6pf, fragten sie. Ach ich arme, was muss ich doch leiden, mein Mann ist ein Tunichtgut und wir haben nicht genug zu essen. Alles wird immer schlimmer. Ach ich arme. Sorge dich nicht, sagten sie, wir werden dich besch\u00fctzen vor deinem Mann. Zornig sprang der Wolf los und verletzte den L\u00f6wen am R\u00fccken, die Schlange biss ihm in das Bein und die Eule f\u00fcgte ihm schwere Wunden mit ihren scharfen Krallen am Kopf zu. Sie riefen: geh weg, du Unhold, sonst werden wir dich noch mehr verletzen. Und der L\u00f6we musste die Flucht ergreifen und seine Kinder zur\u00fccklassen. Die Kinder mussten hungern und leiden, bei der Mutter und der L\u00f6we litt fortan an gebrochenen Herzen. Der L\u00f6we erz\u00e4hlte sein Leid dem Seeadler und dieser flog wortlos davon. Undank ist eben der Welten Lohn. (TH)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"220\" src=\"https:\/\/tomhoepfner.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/adler_350.jpg\" alt=\"Adler\" class=\"wp-image-1582\" style=\"width:520px\" srcset=\"https:\/\/tomhoepfner.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/adler_350.jpg 350w, https:\/\/tomhoepfner.net\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/adler_350-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&#8212;<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>short true funny and sad stories &#8211; with wisdom Kurzgeschichten Der L\u00f6we, der B\u00e4r und der Fuchs. Ein Fuchs war einmal auf Jagd gegangen, einen guten Bissen zu erbeuten. Er war noch nicht lange unterwegs, als er ein lautes Streiten vernahm. 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